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Was ist KVM

Einstellungen in BIOS können direkt über Internet vorgenommen werden.

KVM steht für Keyboard, Video, Mouse und besteht aus einem Switch, der in der Lage ist die Signale dieser Geräte über das Internet zu verschicken und zu empfangen. So wird es möglich mit dem Rechner zu arbeiten, als würde man direkt vor dem Rechner sitzen.

Dies verkürzt enorm die Reaktionszeiten und ermöglicht gezielt nach Ursachen des Serverausfalls zu forschen. Der Server bleibt auch dann über KVM erreichbar, wenn die Netzwerkschnittstelle nicht angebunden ist oder wenn das Betriebsystem nicht hochfährt.

Einige Mietserver werden mittlerweile auch mit KVM-Lösungen angeboten, was mehr Freiheit für den Serveradministrator bietet, allerdings stößt man hier auf ein anderes Problem - wie installiert man das Betriebsystem auf dem entfernten Server und wer spielt für mich den Disk-Jockey und schiebt die Installationsmedien rein?

PXE-Boot

PXE-Menu, der Bootvorgang erfolgt über die Netzwerkschnittstelle

Das Booten über ein Netzwerk wird sehr oft in größeren Firmen benutzt, wo die Rechner gemeinsam von einem freigegeben Laufwerk starten. Dabei übernimmt der Bootloader der Netzwerkkarte den Bootvorgang und lädt über Netzwerk Teile des Betriebsystems die für das Starten des Rechners benötigt werden.

Für die Installation über ein Netzwerk wird die gleiche Technik benutzt, anstatt Betriebssystems wird hier aber erstmal das Boot-Menü geladen, wo der Administrator die Möglichkeit hat gewünschtes Betriebsystem zu wählen. Nach der Wahl werden Install-Images geladen und gestartet, und die Installation kann beginnen.

Das Booten über das Netzwerk ermöglicht auch verschiedene Recovery-Versionen des Betriesystems auf einem entfernten Rechnet zu starten und so z.B. nicht mehr konsistente Dateisysteme zu reparieren oder ein verunglücktes Kernelupdate rückgängig zu machen.

Vorteile KVM + PXE Boot

Benutzt man beide Möglichkeiten, löst man sich komplett von einem Serveranbieter. Man ist in der Lage beliebige Betriebsysteme und Software-Lösungen zu installieren und zu betreiben. Es minimiert die Ausfallzeiten und bietet mehr Möglichkeiten die Serverlandschaft zu optimieren und zu erweitern.